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Japanische Urheberrechtsgesellschaft Jasrac bilanziert Zuwächse

Die japanische Verwertungsgesellschaft Jasrac konnte ihr Geschäftsjahr mit einem leichten Plus bei den Tantiemeneinnahmen abschließen. Insgesamt betrug der Jahresumsatz der Jasrac zum 31. März mehr als 113 Mrd. Yen, wobei das Wachstum hauptsächlich von Tantiemen aus Aufführungsrechten stammte.

Die japanische Verwertungsgesellschaft Jasrac (Japanese Society for Rights of Authors, Composers and Publishers) konnte ihr Geschäftsjahr mit einem Plus von 2,6 Prozent bei den Tantiemeneinnahmen abschließen. Insgesamt betrug der Jahresumsatz der Jasrac zum 31. März mehr als 113 Mrd. Yen (798 Mio. Euro), wobei das Wachstum hauptsächlich von gestiegenen Tantiemen aus Aufführungsrechten stammte.

Die Performance Royalties machten im letzten Fiskaljahr mit 48,3 Mrd. Yen (339 Mio. Euro) den Löwenanteil der Jasrac-Einnahmen aus und legten im Jahresvergleich um 7,2 Prozent zu. Die Tantiemen aus mechanischen Rechten blieben mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 44,3 Mrd. Yen (311 Mio. Euro) nahezu konstant. Dafür gingen die Einnahmen aus der Rechteverwertung für Leih-CDs und -Videos um 3,7 Prozent zurück und betrugen nur noch 3,7 Mrd. Yen (26 Mio. Euro). Besonders die Tantiemen aus dem Verkauf von Klingeltönen gingen stark zurück: Ein Schwund von 21,5 Prozent bedeuten nur noch Einnahmen von 6,2 Mrd. Yen (43,5 Mio. Euro).

Insgesamt musste der Bilanzbereich „Interactive Media“, zu dem neben den Klingeltönen auch Mastertones, Downloads und Karaokedienste zählen, erstaunlicherweise mit einem Minus von 1,7 Prozent leicht Federn lassen und trug nur noch 15 Mrd. Yen (105 Mio. Euro) zum Gesamtergebnis bei. Dies liegt zum Teil an den fehlenden Tantiemen aus den Verkäufen über den japanischen iTunes Music Store. Apple und Jasrac arbeiten noch an einer Angleichung der Datenbanken, um die korrekte Abrechnung sicher zu stellen.

Außerdem bekam die Jasrac weniger Geld von der Schwestergesellschaft Sarah überwiesen. Sarah sammelt die Geräte- und Leermedienpauschalen ein und führte im letzten Geschäftsjahr 742,1 Mio. Yen (5,2 Mio. Euro) an die Jasrac ab. Angesichts der wohl endgültig gescheiterten Geräteabgabe auf Digitalplayer dürfte diese Einkommensquelle für die japanischen Urheber weiter schrumpfen.

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