Nach monatelanger Planungsphase scheinen die Mobile-Entertainment-Experten bei Jamba! nun bereit für ein zweigleisiges Downloadangebot. Zur CeBIT will das Unternehmen seinen Subskriptionsdienst starten, der stationär und mobil genutzt werden kann. Schon bei der letzten Computermesse vor einem Jahr kündigte Jamba! erstmals ein Downloadangebot an. CEO Markus Berger-de León erklärte nun gegenüber der „Wirtschaftswoche“, dass das Jamba!-Musikabo monatlich 15 Euro kosten soll und anfangs mit einem Katalogumfang von 250.000 Songs aufwarten wird.
Erst im Laufe des Jahres soll das Angebot auf eine Mio. Titel ausgeweitet werden. Nutzer des Dienstes sollen beliebig viele Songs auf ihre Computer oder UMTS-Handys herunterladen können. Um die Attraktivität des mobilen Downloadshops zu steigern, ermöglicht eine spezielle Software das Anhören der Musikstücke noch während des Downloadvorgangs. Berger-de León kündigte zudem an, dass Jamba! künftig eigene Musikhandys vermarkten wird – eine Kampfansage an Apple, iTunes und iPod.
Unterdessen wurden interne Reibungen bei der Mobile-Entertainment-Firma publik. In der „Berliner Zeitung“ berichtet ein ungenannter Unternehmensinsider von bevorstehenden Umsatzeinbußen als Folge der Einschränkungen bei Klingeltonwerbung. Jamba! sei langfristig kaum in der Lage, mehr als 200 Mitarbeiter zu beschäftigen, so der Insider. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 520 Angestellte. Berger-de León wies diese Darstellung jedoch von sich: „Das entbehrt alles jeder Grundlage.“ Seit Januar habe man sogar etwa 30 neue Mitarbeiter eingestellt und suche derzeit weitere 35 qualifizierte Personen für offene Stellen.





