Medienberichten zufolge musste die Jamba! AG ihren Service in Dänemark kurzfristig vom Netz nehmen. Auf der Website der „160characters SMS & mobile messaging association“ wird berichtet, es habe diverse Konsumentenbeschwerden aufgrund verwirrender Klingeltonwerbespots gegeben. Die Spots hätten günstige Klingeltöne für 0,50 Kronen angepriesen, hinter denen sich dann aber ein Abonnement für 39 Kronen oder umgerechnet gut fünf Euro monatlich versteckte, das nur über eine korrekt geschriebene SMS gekündigt werden könne. Ähnliche Beschwerden seien auch in Schweden und Finnland geäußert worden. Die dänische Verbraucherschutzorganisation Kontant habe eine Untersuchung von Jambas Geschäftspraktiken durchgeführt. Außerdem sollen dänische Mobilfunkbetreiber auf den Provider der Jamba-Seite Druck ausgeübt haben, Jamba vom Netz zu nehmen.
Jamba-Sprecher Tilo Bonow zufolge handelte es sich lediglich um technische Kompatibilitätsprobleme, die dazu geführt hatten, dass bestimmte Klingeltöne nicht bereit gestellt werden konnten. Dieser Defekt sei inzwischen behoben und die Seite wieder in Betrieb. Die über die TV-Spots ausgelösten Konflikte lägen vor allem daran, dass der dänische Markt sich noch „in den Kinderschuhen“ befände und die Verbraucher sich noch an das Geschäft mit den Klingeltönen gewöhnen müssten. Man habe die Werbung aufgrund der Beschwerden optimiert, um die Abo-Modalitäten transparenter zu machen. Generell gäbe es bei der Einführung des Services im Ausland immer wieder Anlaufschwierigkeiten, da der Dienst an die jeweiligen Verhältnisse und Rahmenbedingungen angepasst werden müsse.





