Die Mobilportalbetreiber von Jamba haben in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres für ihre Handyinhalte Werbespots zum Bruttopreis von 66 Mio. Euro geschaltet. Im Ranking von Nielsen Media rangierten die Berliner damit nach TV-Werbeausgaben im dritten Quartal auf Platz fünf – vor Konzernen wie Beiersdorf oder Unilever mit Marken wie Nivea, Tesa oder Langnese. Da Jamba nicht allein am Markt agiert, sei bei den Musiksendern MTV und Viva inzwischen beinahe jede freie Werbeminute mit Werbung für Klingeltöne, Logos oder Handygames zugepflastert, wie der „Spiegel“ berichtet. Diese Marktmacht bereitet TV-Programmmachern und Plattenfirmen inzwischen auch Sorgen: Um für Werbetreibende anderer Branchen weiterhin interessant zu bleiben, plant man bei Viva wohl die Einführung von Werbeblocks ohne Klingelton-Spots.
In der Musikbranche führt die Masse der Klingeltonspots aber auch zu kritischen Stimmen: „Das artet langsam zur Dauerwerbesendung aus“, sagte Warner-Manager Tim van Dyk dem „Spiegel“. Zudem führe das für die Musikkonzerne momentan einträgliche Geschäft mit den Ruftönen dazu, dass einige Plattenfirmen begonnen hätten, den Mobilportalbetreibern ihre Werbespots zu bezahlen, um im Gegenzug ihre eigenen Titel in den Werbeblöcken unterzubringen.






