Recorded & Publishing

Jahresumfrage: »2023 hat eine ambitionierte Agenda«

Nach dem Resümee auf das Jahr 2022 folgt im zweiten Teil der Branchenumfrage zum Jahreswechsel der Aufgalopp zu 2023. Dabei wollte ­MusikWoche wissen, was das neue Jahr trotz Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und Konsumzurückhaltung besser machen kann.

Manuela Nikele, Geschäftsführerin 375 Media: Für 2023 wünsche ich mir, dass alle Kräfte gebündelt werden, um den Krieg zu beenden. Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine reichen definitiv nicht aus, obwohl sie auch wichtig sind. Themen wie Diversität und Klimaschutz dürfen ebenfalls nicht in den Hintergrund treten. Ich stelle mir die Frage, ob die Musikwirtschaft insgesamt nicht auch politischer werden muss, anstatt darauf zu hoffen, dass die Politik Maßnahmen für die Wirtschaft beschließt. Die Verbände engagieren sich bereits sehr und haben mit dafür gesorgt, dass seit Beginn der Corona-Pandemie viele Förderprogramme auf den Weg gebracht wurden. Ein Ansatz wäre also, dass sich mehr Menschen in den Verbänden einbringen – ich nehme mich hier selbst nicht aus, da geht sicher mehr. Als Unternehmen müssen wir die steigenden Kosten in den Griff bekommen, ohne dass die Preisspirale für Endkunden immer weiter nach oben gedreht wird – sicherlich eine der größeren Herausforderungen für das neue Jahr. Wir wollen als einer der wenigen verbliebenen unabhängigen Musikvertriebe die Flagge für physische Tonträger weiterhin hochhalten, und dafür werden wir als 375 Media gemeinsam mit unseren Repertoiregesellschaften Cargo und Indigo alles geben. Die bereits geplanten Veröffentlichungen lassen uns jedenfalls optimistisch auf 2023 schauen.

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