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„Jahrbuch 2002“ zeigt Veränderung der Handelslandschaft

Die Anteile der traditionellen Handelsformen am Gesamtmarkt gingen im Jahr 2001 weiter zurück. Das belegt die Absatzmarkt-Statistik im „Jahrbuch 2002“ des Bundesverbands Phono. Prozentuale Zuwächse verzeichnet dagegen der Versandhandel.

Der gemeinsame Anteil des Facheinzelhandels und der Filialunternehmen ging im Jahr 2001 erneut zurück: Die Umsatzanteile sanken von 35,6 Prozent im Vorjahr auf 35,1 Prozent – bei einem Marktminus von 10,2 Prozent. Die Großvertriebsformen mussten ebenfalls Umsatzeinbußen verkraften: Der Anteil von Elektromärkten, Megastores und Warenhauskonzernen sank von 39,8 auf 39,4 Prozent. Damit behalten diese Häuser im dritten Jahr in Folge die größte Bedeutung am Markt. Der Bundesverband Phono zeigt sich in seinem Jahresbericht besorgt über die zunehmende Verkleinerung der Handelsflächen für Musik und die Reduzierung des musikalischen Angebots. Immer seltener präsentieren Händler unbekannte Produkte.

Dennoch betont der Bundesverband, dass der Handel und vor allem der Facheinzelhandel weiterhin die entscheidende Angebotsform für den Tonträgermarkt sei. Seine Zukunft liege mehr denn je in der Verbindung eines breiten Angebots mit einer qualifizierten Beratung. Gerade deshalb habe es der personalintensive Fachhandel schwer, im Preiswettbewerb mit anderen Angebotsformen mitzuhalten. Der Versand konnte prozentual Marktanteile hinzugewinnen: Sein Anteil wuchs um 1,1 auf 19,9 Prozent. Hierzu steuert das Online-Geschäft bereits einen Umsatzanteil von 6,4 Prozent bei. Dieser Bereich wird laut Bundesverband in den kommenden Jahren wachsende Anteile zu verzeichnen haben. Außerdem sei in diesem Bereich mit Wachstum im Zusammenhang mit der digitalen Distribution zu rechnen.