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Jackson-Verkäufe trotz Skandal im Plan

Der derzeitige Medienwirbel um Michael Jackson beinträchtigt die Verkäufe seines neuen Best-of-Albums kaum.

Der derzeitige Medienwirbel um Michael Jackson beeinträchtigt die Verkäufe seines neuen Best-of-Albums kaum. Angesichts der Absatzzahlen in den ersten Tagen gehen US-Händler davon aus, in der ersten Woche zwischen 85.000 und 100.000 Einheiten von „Number Ones“ abzusetzen, was zu einem Charts-Einstieg knapp unterhalb der Top Ten führen dürfte. Die jüngsten Skandale um vermeintliche sexuelle Beziehungen des Sängers zu Minderjährigen haben sich dabei nach Ansicht der Händler weder positiv noch negativ auf die Verkäufe ausgewirkt. In Großbritannien wird das Album in der nächsten Woche sogar auf Position eins debütieren. In Deutschland ist angesichts der Platzierungen in den Trendcharts ein Einstieg in der Nähe der Top Ten zu erwarten. Im US-Radio hatte die Single-Auskopplung „One More Chance“ bereits vor den Skandalen einen schweren Stand und wurde von den meisten der wichtigen Top-40-Stationen abgelehnt. Zu Radio-Boykotten ist es in den USA derweil noch nicht gekommen. Viele Sendern kündigten an, die Jackson-Single erst aus dem Programm zu nehmen, wenn die Zuhörer dies fordern würden. In Deutschland zeigten sich zwei Privatsender in dieser Beziehung wesentlich eifriger und strichen umgehend alle Titel von Michael Jackson. R.SH, der größte Privatsender Schleswig-Holsteins, spielt seit Donnerstag vergangener Woche keine Jackson-Titel mehr und will sie nicht wieder senden, bis die Vorwürfe gegen Jackson entkräftet sind. Bereits einen Tag früher nahm Energy Berlin alle Titel des Popkönigs aus den Playlists. Man habe als Jugendsender eine besondere Verantwortung, erklärte der Sender.

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