Die Probleme im US-Geschäft beschäftigen die Verantwortlichen der Jack White Productions (JWP) noch länger: Vorstandschef Thomas M. Stein ließ bei Wirtschaftsprüfern neue Untersuchungen in Auftrag geben. Auch rechtliche Schritte scheinen möglich: Nach der im 4. Quartal 2006 erkennbar gewordenen Verlustsituation in der heutigen Beteiligungsgesellschaft HOT JWP Inc, an der das Berliner Unternehmen 48,3 Prozent hält, hätten „die bisherigen Prüfungen durch einen amerikanischen Sonderprüfer und Spezialisten der Branche die Annahmen für die am 31. August 2006 und am 28. Dezember 2006 vorsorglich bekannt gegebene Verlusterwartung weitgehend bestätigt“, hieß es aus Berlin.
Um die exakten Folgen für die JWP festzustellen und gegebenenfalls und so weit rechtlich möglich Ersatzansprüche zu verfolgen, soll jetzt ein international renommiertes Prüfungsunternehmen „die Verantwortlichkeit von Organmitgliedern der JWP AG und der HOT JWP Inc. für die eingetretenen Verluste und die Verzögerung der Verarbeitung dieser Daten in den Jahresabschlüssen 2004 und 2005 dieser Gesellschaften“ feststellen, die Schadenshöhe ermitteln und eventuelle Schadensersatzansprüche durchsetzen. Alle Beteiligten hätten ihre volle Kooperation bei der Ermittlungstätigkeit der Prüfungsgesellschaft zugesichert. Damit will das Unternehmen die Aufarbeitung der Vergangenheit abschließen.
„Jetzt können wir befreit nach vorn schauen und uns endlich wieder voll auf das laufende Geschäft konzentrieren“, meinte Stein. „In den nächsten Wochen wird es einige Veröffentlichungen mit hochkarätigen, bei JWP unter Vertrag stehenden und weiteren Künstlern geben, unter anderem ein neues Album der Volksmusik von Hansi Hinterseer.“ Die Bilanz für 2006 will Stein auf einer Bilanzpressekonferenz am 27 April in München vorstellen.






