Fallende Verkaufszahlen in allen Bereichen haben bei der Jack White Productions (JWP) AG in den ersten neun Monaten des Jahres 2006 zu einem deutlichen Ertragsrückgang geführt. Der Umsatz sank von 18,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr nur noch 7,9 Millionen Euro bis Ende September des laufenden Jahres. Das Ebit-Ergebnis, das im Vergleichszeitraum 2005 noch ein Plus von 5,2 Millionen Euro aufwies, lag nun bei einem Minus von 1,5 Millionen Euro.
„Verantwortlich für den Rückgang um nahezu 57 Prozent war zum einen die deutlich nachlassende Geschäftsentwicklung der überwiegend in den USA tätigen Tochtergesellschaft VI Music LLP in Perto Rico“, teilte JWP mit. „Zudem sind die Umsatzbeiträge der ehemaligen amerikanischen Tochtergesellschaft HoT JWP Music Inc. in Miami nur bis zur Endkonsolidierung am 30. Juni im Konzernabschluss enthalten.“ JWP hatte im August 35 Prozent der Anteile an HoT JWP Music an den Schweizer Investor MXL Maxilab Investment abgegeben und hält seitdem noch 48,3 Prozent an der US-Gesellschaft.
Um das Ertragsniveau zu stabilisieren und Abweichungen bei den Retourenzahlen zu klären, habe JWP bei den Beteiligungsgesellschaften in den USA und Puerto Rico „detaillierte Sonderprüfungen“ durchgeführt. Dies sei auch der Grund für die verschobene Veröffentlichung der ursprünglich für den 27. November angesetzten Veröffentlichung des Neunmonatsberichts. Da nach dem Verkauf der Beteiligung an HoT JWP Music „weiter Unstimmigkeiten über den Zwischenabschluss zum 30. September 2006 bestehen, sind weitere Auseinandersetzungen über den Kaufvertrag zu befürchten“, heißt es aus Berlin.
Auch im deutschsprachigen Raum gingen die Umsätze spürbar zurück. Das Geschäftsvolumen der Muttergesellschaft Jack White Productions AG hat sich von 7,5 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro mehr als halbiert. Im Konzern lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nach drei Quartalen bei einem Minus von rund einer Million Euro nach einem Plus von 5,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Konzernfehlbetrag betrug Ende September des laufenden Jahres 5,3 Millionen Euro – im Vorjahr fiel noch ein Überschuss von 2,6 Millionen Euro an.





