Das Geschäftsmodell im Musikbusiness hat sich nach Ansicht des Schweizer Universal-Chefs Ivo M. Sacchi durch die digitale Revolution völlig verändert. Generierten früher wenige Superstars den Löwenanteil am Umsatz, so sind es heute Einzeldownloads, die die Kasse klingeln lassen.
„Die Hunderttausende von Einzelsongs generieren mehr Umsatz als die paar Top-Seller“, erklärt Sacchi im Interview mit „persoenlich.com“. „Das gibt uns die Möglichkeit, den ganzen Katalog der Musikindustrie zu digitalisieren, Songs, für die es sich früher nicht lohnte, eine CD herzustellen und zu vermarkten.“ Die Schweiz sei dabei ein Land, dessen Bürger besonders häufig die legalen Downloadangebote nutzen. „Zwar ist die CD immer noch unser Kerngeschäft, aber gemäß Prognosen werden um 2010 schon ein Viertel aller verkauften Songs durchs Web distribuiert sein.“
Einen wichtigen neuen Distributionsweg sieht Sacchi auch im mobilen Geschäft. Unter dem Namen Eardis hat Universal vor Kurzem zusammen mit dem Schweizer Mobilfunkanbieter Sunrise ein Prepaid-Angebot auf den Markt gebracht. „Ich glaube, dass das Handy sich immer stärker zum iPod wandelt, zumal man problemlos direkt bezahlen kann“, so Sacchi.






