Die Eröffnung des iTunes Music Store hat in Japan zu einer Verdopplung der Verkäufe von stationären Internetdownloads geführt. Doch im Vergleich zum mobilen Musikgeschäft führen Apple & Co. ein Schattendasein. Im dritten Quartal wurden in allen japanischen Downloadstores insgesamt 2,3 Mio. Titel verkauft. In den beiden ersten Quartalen des Jahres waren es nach Auskunft der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) nur 1,1 bzw. 1,0 Mio. Songs. Die internationale Vergleichbarkeit dieser Zahlen ist jedoch begrenzt, da die RIAJ-Statistik nicht einzelne Songs, sondern Downloads registriert.
Dadurch wandern auch Albumdownloads gleichberechtigt neben einzelnen Trackdownloads in die Wertung. Den größten Anteil an diesem rasanten Zuwachs hatte zweifellos der iTunes Music Store, der bereits vier Tage nach seiner Eröffnung am 4. August mehr als eine Mio. Titel absetzen konnte. Zweiter im Markt dürfte das Mora-Portal sein, das nach eigenen Angaben derzeit 500.000 Songs pro Monat verkauft. Der Gesamtwert der Downloadverkäufe belief sich in den drei Monaten bis Ende September auf 436 Mio. Yen (3,1 Mio. Euro) – 96 Prozent mehr als zweiten Quartal.
Im Vergleich zum Verkauf von Musik über die Mobilfunknetze verblassen jedoch die Downloadzahlen. Allein im dritten Quartal verkaufte die japanische Branche 72 Mio. Titel über mobile Plattformen und nahm damit 9,1 Mrd. Yen (64,9 Mio. Euro) ein. Damit hat das Mobilgeschäft einen Anteil von 97 Prozent an den digitalen Musikumsätzen in Japan.





