Recorded & Publishing

iTunes-Hacker legen auch Microsofts DRM lahm

Napster und anderen Downloadanbietern, die mit dem neuesten Digital Rights Management (DRM) von Microsoft arbeiten, droht demnächst ein ähnliches Schicksal wie Apples iTunes Music Store. Die Programmierer der Software PyMusique behaupten, dass sie nach FairPlay nun auch Janus ausgehebelt haben.

Napster und anderen Downloadanbietern, die mit dem neuesten Digital Rights Management (DRM) von Microsoft arbeiten, droht demnächst ein ähnliches Schicksal wie Apples iTunes Music Store. Die Programmierer der Software PyMusique behaupten, dass sie nach Apples DRM FairPlay nun auch das Microsoft-DRM Janus ausgehebelt haben. Der erst 17-jährige amerikanische Schüler Cody Brocious, der zusammen mit Jan Lech Johansen (auch bekannt als „DVD Jon“) an der Weiterentwicklung von PyMusique arbeitet, will seine Applikation schon in Kürze fertig gestellt haben. Dann wären Songfiles, die z.B. bei Napster gekauft werden, ohne Kopierschutz verfügbar.

Wie schon im Fall von iTunes würde PyMusique dann auch bei Downloadshops auf Windows-Media-Basis verhindern, dass die gekauften Dateien beim Herunterladen mit dem vorgesehenen DRM ummantelt werden. Während diese Funktionalität bei iTunes einen vergleichsweise überschaubaren Schaden anrichtet, sorgt sie im Fall der Abonnementsdienste à la Napster To Go für den Super-GAU: Bei 15 Dollar pro Monat für das All-you-can-eat-Abo hätten Kunden im Nu ihre Festplatten mit Hunderttausenden Favoriten gefüllt und könnten diese dann uneingeschränkt weiter nutzen. Dies sei jedoch gar nicht die Motivation der jungen Programmierer: Brocious, Johansen und ihre Mitstreiter beteuern, PyMusique nur deshalb entwickelt zu haben, damit Nutzer des Linux-Betriebssystems, das von Downloadshops wie Napster oder iTunes nicht unterstützt wird, auch in diesen Onlinestores einkaufen können.

Mehr zum Thema