Eine Reihe von Songs gibt es sogar exklusiv, was die Attraktivität des Dienstes steigern soll. Zum Start ist es ausgewähltes Repertoire von über 20 Acts (unter anderem Eminem, U2, Bob Dylan oder Queens Of The Stone Age), deren Titel nur bei Apple als Download erhältlich sind. Die vereinzelt als dürftig bemängelte Repertoire-Auswahl scheint den Kunden indes zu gefallen: Von allen Titeln, die im Angebot sind, wurde innerhalb der ersten Woche die Hälfte mindestens einmal heruntergeladen. Zudem erfolgte die Hälfte der Download-Verkäufe im Album-Paket.
Apples Vorstoß ins digitale Musikvertriebsgeschäft wird allgemein als richtungsweisend beurteilt, auch wenn vereinzelt Kritik aufkam: Bislang könnten ja nur US-Bürger mit Mac-Rechner auf den Store zugreifen. Die Abhilfe naht: Bis Jahresende dürfte die Windows-Version fertig sein. Und eine Ausdehnung auf Europa gilt als wahrscheinlich. Apple-CEO Steve Jobs hatte in der Vergangenheit immer wieder Maßstäbe in der Computerwelt gesetzt; nicht viel weniger erwartet nun die Musikindustrie von ihm.
Der Umsatz von Apple ging zwar in den Jahren zwischen 2000 und 2002 von acht auf 5,7 Milliarden Dollar zurück, in der gleichen Zeit erhöhten die Kalifornier indes ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 380 auf nun 446 Millionen Dollar. Ein Teil dieser Investitionen floss ein Jahr lang auch in den Aufbau des iTunes Music Store. Bei der Präsentation des Systems verwies Jobs erneut auf die umstrittene Apple-Kampagne „Rip.Mix.Burn“, die anfangs den Zorn der Musikbranche heraufbeschwor. Eigentlich bedeute der Slogan „Kaufen.Verwalten.Anhören“, so Jobs. „Das ist nicht Stehlen. Das ist gutes Karma.“





