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iTunes Europa besser als erwartet

Analysten zeigten sich positiv überrascht über Apples Europa-Start. Der Verkauf von 800.000 Tracks in der ersten Woche sei so nicht zu erwarten gewesen.

Analysten zeigten sich positiv überrascht über Apples Europa-Start. Der Verkauf von 800.000 Tracks in der ersten Woche sei so nicht zu erwarten gewesen: „Ich hatte nicht erwartet, dass es so gut laufen würde“, meinte Analyst Dwain Smith von den Marktforschern Current Analysis gegenüber der „E-Commerce Times“. Im Vergleich zu Apple verkaufte OD2 eine Mio. Songs in den ersten drei Monaten, also im Durchschnitt nur gut 80.000 Tracks pro Woche. Dabei dürften auch der Marketingrummel und die Gerüchteküche um iTunes‘ Europastart die Verkaufszahlen beflügelt haben.

Musikanalysten rechnen Apple-Chef Steve Jobs nun gute Chancen aus, dass die Ergebnisse stabil bleiben. Auch in den USA verkaufte iTunes in der ersten Woche eine Mio. Songs, im Laufe des Jahres dann im Schnitt sogar 1,3 Mio. pro Woche. Wenn iTunes in der Alten Welt an seinen US-Erfolg anknüpfen will, gilt es allerdings noch einige europa-spezifische Probleme zu bewältigen: So sind Highspeed-Internet-Verbindungen in Europa noch nicht so weit verbreitet wie in den USA. Außerdem gestalten sich die Vertragsverhandlungen über die Lizenzierung von Songs in Europa schwieriger. Die Urheberrechtsgesellschaften der einzelnen Länder haben jetzt individuelle Regelungen und Verträge durchgesetzt, so dass es für jedes Land eine eigene iTunes-Site gibt, auf der nur die jeweiligen Bürger kaufen können. In der Praxis heißt das, dass ein Nutzer mit einer deutschen Kreditkarte bei iTunes Frankreich keine Songs kaufen kann. Zudem steht Konkurrenz aus den USA ins Haus: Loudeye kauft OD2 und gelangt so auf den europäischen Markt und auch Napster hat den Sprung über den großen Teich bereits geschafft. Trotzdem sind Apples Chancen nach Ansicht von Branchenkennern gut, denn sowohl die Qualität der Seite als auch der einheitliche Preis von 99 Cent pro Track setze die Konkurrenz unter Druck, meint Branchenbeobachter Phil Leigh.

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