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iTunes erhält Branchenpreis

Der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft zeichnete den iTunes Music Store am 29. Juni mit einem Preis für innovative Geschäftsmodelle aus. Dagegen beurteilen Analysten die aktuellen iPod-Modellpflegeschritte skeptisch.

Der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft zeichnete den iTunes Music Store am 29. Juni als das „innovativste Internet-Business-Modell“ mit dem Deutschen Internet-Industrie-Preis aus. Weitere Gewinner des im Rahmen des deutschen Internet-Kongresses erstmals vergebenen Awards waren QSC, Versatel, Hansenet, Hosteurope und CMAG.

In der Urteilsbegründung zur Auszeichnung an Apple meinte die Jury, der Konzern hätte der von Umsatzeinbrüchen geschwächten Musikbranche gezeigt, „dass ein attraktives Onlineangebot Kunden weltweit dazu bewegen kann, vom illegalen Download zum legalen Musikkauf zu wechseln“. Weiter hieß es laut Apple: „Diese auch kommerziell erfolgreiche Lösung bietet dem Kunden die Auswahl aus dem weltweit größten Online-Musik-Katalog zu einheitlichen Preisen und zur einheitlichen Verwendung was das DRM Digital Rights Management betrifft.“

Gerade hier setzen allerdings auch skeptische Stimmen an, die sich auf die jüngsten Maßnahmen zur Modellpflege im Hause Apple beziehen: „Apple senkt proaktiv die Preise, um weitere Marktanteile zu gewinnen“, erklärte etwa Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster laut Medienberichten. Zugleich säge der Konzern damit aber an seinem eigenen Geschäftsmodell, das günstige Musikdownloads erst durch teure Hardwareverkäufe möglich mache, hieß es. Allerdings könnten weiter sinkende Kosten für Speicherplatz die Marge wieder verbessern, meinte Munster. Bis Ende des Jahres könnte Apple 35 Mio. iPods ausgeliefert haben.

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