Recorded & Publishing

Italiens Markt kann Halbjahresminus aufholen

Der italienische Branchenverband FIMI kam 2002 mit einem blauen Auge davon: Nach einem Halbjahresminus von fast zehn Prozent schloss die Tonträgerbranche Italiens das Jahr nach Umsätzen knapp über dem Vorjahr ab.

Die Tonträgerbranche Italiens schloss das Jahr bei Umsätzen von rund 340 Millionen Euro mit einem Plus von 0,5 Prozent knapp über dem Vorjahr ab, gleichzeitig stieg die Zahl der verkauften Tonträger um 7,3 Prozent auf rund 47 Millionen Exemplare. Zum Halbjahr verzeichneten die Mitglieder des Branchenverbands FIMI noch ein Umsatzminus von rund sieben Prozent und ein Absatzminus von 9,6 Prozent. Während der Markt für CD-Alben nach Stückzahlen um fast 9,8 Prozent und nach Umsätzen um 1,1 Prozent zulegte, brachen die Verkäufe von Singles um fast 18 Prozent nach Exemplaren und um fast 16 Prozent nach Wert ein. Bei den Verkäufen von Musikvideos profitierten die FIMI-Mitglieder vom DVD-Boom, der das Segment um 93 Prozent nach Stückzahlen und um 47 Prozent nach Umsätzen wachsen ließ. Interessante Zuwächse verzeichnete auch das international kränkelnde Compilation-Geschäft: Hier legten Kopplungen mit nationalen Hits um 75 Prozent nach Einheiten und um 43 Prozent nach Wert zu, internationale Compilations verzeichneten ein Absatzplus von fast 82 Prozent und Umsatzzuwächse von fast 39 Prozent. Das nationale Repertoire, das in Italien im Jahr 2002 einen Marktanteil von rund 46 Prozent erzielte, legte nach Stückzahlen um 9,6 Prozent und nach Umsätzen um 8,8 Prozent zu, gleichzeitig gaben die Verkäufe internationaler Acts bei einem Marktanteil von 48 Prozent und Stückzahlen auf Vorjahresniveau nach Umsätzen um mehr als sieben Prozent nach.

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