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Italiens Branche hofft auf Steuersparmodell

Die neue italienische Regierung will dem Vorbild aus Frankreich folgen und Musikfirmen zu Steuervergünstigungen verhelfen. Bis zu 100.000 Euro jährlich soll künftig vor dem Zugriff des Fiskus bewahren können, wer damit den musikalischen Nachwuchs fördert.

Die neue italienische Regierung will dem Vorbild aus Frankreich folgen und Musikfirmen zu Steuervergünstigungen verhelfen. Bis zu 100.000 Euro jährlich soll künftig vor dem Zugriff des Fiskus bewahren können, wer damit den musikalischen Nachwuchs fördert.

Der Kabinettsentwurf für den Haushalt 2007 sieht vor, dass Firmen, die jährlich weniger als 15 Millionen Euro umsetzen, ihre Ausgaben für A&R, Produktion, Promotion und Digitalisierung von der Steuer absetzen können, wenn diese Kosten in Zusammenhang mit den ersten beiden Alben eines Künstlers anfielen. Diese Vergünstigungen sollen für Ton- und Video-Aufnahmen gelten. Die beiden Kammern des Parlaments in Rom müssen dem Konzept der Regierung von Romano Prodi allerdings erst noch zustimmen, die Debatten zum Haushaltsentwurf sollen noch im Oktober beginnen.

Enzo Mazza, Vorsitzender des Branchenverbands FIMI, äußerte sich zufrieden darüber, dass „eine italienische Regierung endlich etwas unternimmt“, um der seit Jahren strauchelnden Musikwirtschaft des Landes unter die Arme zu greifen. Mario Limongelli vom Independentverband PMI wertete die Pläne als „sehr gutes Zeichen“. Branchenvertreter in Italien sind zuversichtlich, dass es das Steuersparkonzept durch die Abstimmungen im Parlament schafft und somit 2007 in Kraft tritt. Laut Mazza wäre es ein wichtiger erster Schritt. Darüber hinaus hofft die Branche auch noch auf die Umsetzung weiterer Vorschläge, wie z.B. ein Musikexportbüro.

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