Über die Wachstumschancen im digitalen Musikgeschäft herrscht unter Experten Uneinigkeit. Während manche Marktforscher vor zu hohen Erwartungen im Downloadbereich warnen, prognostizieren andere Analysten wahre Rekordumsätze.
Die kalifornischen Marktforscher von iSuppli legten nun eine Studie vor, in der sie dem weltweiten digitalen Verkauf von Musik über mobile Kanäle und über das Internet Umsätze in Höhe von 14,9 Milliarden Dollar im Jahr 2010 voraussagen. Laut den iSuppli-Berechnungen lag dieser Wert im Jahr 2005 erst bei 2,7 Milliarden Dollar und wird in diesem Jahr rund 4,3 Milliarden Dollar erreichen. Gleichzeitig werden die Umsätze im Geschäft mit physischen Musikprodukten von weltweit 27,3 Milliarden Dollar im Jahr 2005 auf nur noch 19,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 fallen.
Bei dieser vermuteten Marktentwicklung fällt dem Downloadvertrieb genau jene Rolle zu, die sich die Musikbranche von ihm erhofft: Das Digitalgeschäft wird nach der iSuppli-Hochrechnung schon ab 2007 die Verluste im Tonträgerbereich auffangen und insgesamt wieder für ein Wachstum der Musikwirtschaft sorgen.
Wie optimistisch diese Prognose ist, zeigt eine weitere Kernzahl aus der Studie: Bis Ende 2010 würden Plattenfirmen 40 Prozent ihrer Umsätze mit dem Verkauf von digitalen Formaten erwirtschaften, meinen die Marktforscher. Im laufenden Jahr liege dieser Wert bei zwölf Prozent. Erst kürzlich kamen indes die Marktforscher von Pali Research zu dem Schluss, dass das Wachstum im Downloadverkauf zu gering ist, um die Absatzflaute um Tonträgergeschäft zu kompensieren.





