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Island will Steuer für Tonträger massiv senken

Ein ermäßigter Steuersatz steht seit Jahren auf der Wunschliste der Tonträgerwirtschaft, nun hat die isländische Regierung angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Tonträger im kommenden Jahr massiv senken zu wollen.

Ein ermäßigter Steuersatz steht seit Jahren auf der Wunschliste der Tonträgerwirtschaft, nun hat die isländische Regierung angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Tonträger massiv senken zu wollen. Ab März 2007 sollen demnach auf Tonträger nur noch sieben Prozent Steuern erhoben werden, statt 24,5 Prozent wie bisher. Die Änderung ist das Ergebnis einer 20 Jahre währenden Kampagne des örtlichen IFPI-Sekretariats, die von Autoren und Künstlern des Inselstaates unterstützt wurde.

„Da Musik ein essenzieller Bestandteil der isländischen Kultur ist, glauben wir, dass es unfair ist, eine höhere Mehrwertsteuer auf Tonträger zu erheben als auf andere kulturelle Güter“, kommentiert Gunnar Gudmundsson von der IFPI Island den Vorstoß der Regierung.

Island hat im Moment europaweit den zweithöchsten Steuersatz auf Tonträger, nur Norwegen und Ungarn verlangen mit 25 Prozent mehr. Gleichzeitig gab die isländische Regierung die Gründung einer neuen Gesellschaft zur Förderung des Exports einheimischer Musik bekannt. Das Projekt Music Export Iceland wird von privaten Unternehmen und dem Auswärtigen Amt getragen.