Recorded & Publishing

Irische Branche eröffnet Jagd auf P2P-Sünder

Nachdem zuletzt in den größten europäischen Märkten juristische Wege gegen illegale Uploader in P2P-Netzwerken beschritten wurden, setzt nun auch die irische Musikbranche auf Konfrontation. Die Spoofing-Experten von Overpeer sammeln derzeit Daten über irische P2P-Nutzer, die demnächst für Klagen verwendet werden sollen.

Nachdem zuletzt in den größten europäischen Märkten juristische Wege gegen illegale Uploader in P2P-Netzwerken beschritten wurden, setzt nun auch die irische Musikbranche auf Konfrontation. Die Spoofing-Experten von Overpeer sammeln derzeit Daten über irische P2P-Nutzer, die demnächst für Klagen verwendet werden sollen. Die Tochterfirma des Medienunternehmens Loudeye hatte erst kürzlich auf der Popkomm angekündigt, dass man nun auch verstärkt für europäische Rechteinhaber tätig werden wolle.

Laut Dick Doyle, dem Generaldirektor der Irish Recorded Music Association (IRMA), liegen dem Verband inzwischen Nutzerdaten von schätzungsweise 250.000 Surfern vor, die mit illegalen Aktivitäten in P2P-Systemen in Verbindung stehen. „Wir schicken diesen Personen nicht nur Verwarnungen, sondern wir sammeln auch Daten über ihr Nutzungsverhalten. Dieses Material werden wir bei Bedarf für Klagen in den nächsten Monaten einsetzen“, so Doyle gegenüber der „Times“. Nach irischem Recht drohen bei Urheberrechtsverletzungen Strafen von 1900 Euro pro Song bis zu einem Höchststrafmaß von 127.000 Euro und fünf Jahren Haft. Overpeer-Chef Marc Morgenstern ließ bei dieser Gelegenheit durchblicken, dass seine Firma bereits in Deutschland und Frankreich im Auftrag der Branche den P2P-Sündern nachgespürt hat.

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