Die IFPI hat eine neue Klagerunde gegen illegales Filesharing eingeläutet. Zum ersten Mal sehen sich Tauschbörsennutzer in Brasilien, Mexiko und Polen mit Klagen der Musikbranche konfrontiert. Insgesamt brachte die IFPI 8000 neue Fälle in 17 Ländern auf den Weg. 2300 Personen sollen bereits Entschädigungen in Höhe von durchschnittlich 2420 Euro geleistet haben.
Ziel der jüngsten Maßnahmen sind Tauschbörsennutzer, die Hunderte oder mehr Musikdateien in Netzwerke wie BitTorrent, eDonkey, Gnutella, Limewire oder WinMX eingespeist haben, ohne dafür die nötigen Rechte zu besitzen. Viele der Klageempfänger sind laut IFPI Eltern, deren Kinder für die Rechtsbrüche verantwortlich zeichnen. „In jedem der 17 von den Klagen betroffenen Ländern stehen den Konsumenten legale Musikdienste offen“, zeigt sich IFPI-Chef John Kennedy unnachgiebig. „Es gibt keine Entschuldigung.“
Kennedy kündigte an, auch künftig auf dem Rechtsweg gegen Onlinepiraten vorgehen zu wollen. „Es muss allen Anwendern von Tauschbörsen klar sein, dass jeder erwischt werden kann, ganz gleich, welches Netzwerk er auch benutzt“, erklärte Kennedy. Seit Beginn der Klageaktionen im März 2004 hat die IPFI über 13.000 Fälle außerhalb der USA vor Gericht gebracht. Der Verband führt die global rückläufigen Tonträgerverkäufe zu einem wesentlichen Teil auf die Piraterie im Internet zurück.






