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Investmentbank stuft HMV-Aktien herunter

Merrill Lynch hat seine Empfehlung für Papiere der britischen HMV Group von „kaufen“ auf „neutral“ heruntergestuft und dem Aktienkurs des Medienhändlers damit einen Dämpfer verpasst.

Merrill Lynch hat seine Empfehlung für Papiere der britischen HMV Group am 22. Dezember von „kaufen“ auf „neutral“ heruntergestuft und dem Aktienkurs des Medienhändlers damit einen Dämpfer verpasst: Bis Handelsschluss an der Londoner Börse büßte die HMV-Aktie gut fünf Pence oder fast drei Prozent zum Vortag ein und schloss bei 178,75 Pence nahe ihrem Jahrestief von 175,25 Pence.

Parallel senkten die Investmentbanker ihre Gewinnprognose für das laufende HMV-Geschäftsjahr um zwölf und für das nächste um acht Prozent. Als Grund nannten die Broker das schwierige Marktumfeld, den harten Preiskampf im Geschäft mit CDs und DVDs sowie die nur wenig aufregende VÖ-Liste im Musikgeschäft. Zudem mag die Insolvenz der britischen Handelskette MVC eine Rolle gespielt haben.

Mit positiven Nachrichten im Entertainmenthandel sei kaum zu rechnen, zitiert der „Independent“ einen Merrill-Lynch-Banker: „Obwohl der HMV-Aktienkurs seit September bereits um 31 Prozent gefallen ist, sehen wir kaum eine Motivation, die das Investoreninteresse wieder steigern könnte.“ Zuletzt hatten Schwierigkeiten bei der geplanten Übernahme der Buchhandelskette Ottakar die HMV-Aktie auf Talfahrt geschickt. Mehr zum Thema