Ein Urteil gegen die Gastro-Kette easyInternetCafe macht der britischen Musikbranche Mut im Kampf gegen Internetpiraterie. In den Cafés wurde bislang eifrig Musik illegal aus dem Internet geladen. Für fünf Pfund (etwa 7,50 Euro) konnte man dort bisher ganz easy Songs aus dem Netz ziehen und auf CD brennen. Ein Londoner High Court stellte nun klar, dass es sich bei dieser Praxis um eine Verletzung des Urheberrechts handelt. Kläger waren die BPI – British Phonographic Industry, Sony Music, EMI und Universal Music. Die easyGroup, zu der neben den gastronomischen Aktivitäten auch die Billig-Fluglinie easyJet und die Autovermietung easyRentaCar gehören, verteidigte sich damit, dass man als Betreiber der Cafés nicht wissen könne, welche Inhalte die Gäste auf CDs brennen. Richter Peter Smith sah das anders und will demnächst die Höhe der Strafe bekannt geben. easyGroup-Chef Stelios Haji-Iaonnou hatte bereits verlauten lassen, die BPI wolle Schadensersatz in Höhe von einer Million Pfund von ihm. Angeblich bot Haji-Iaonnou 50.000 Pfund als Ausgleich an. Für die BPI ist das Urteil ein wichtiger Präzedenzfall im Kampf gegen illegale Online-Distribution.
Internetcafés werden für Rechteverletzung belangt
Ein Urteil gegen die Gastro-Kette easyInternetCafe macht der britischen Musikbranche Mut im Kampf gegen Internetpiraterie. In den Cafés wurde bislang eifrig Musik illegal aus dem Internet geladen.





