Wenn arvato mobile, das Tochterunternehmen von Bertelsmanns Mediendienstleistungsarm arvato, im Lauf des Jahres seinen Kunden die Downloadplattform GNAB anbieten wird, ist auch Intel mit an Bord. Der weltgrößte Hersteller für Computerchips wird Prozessoren für PCs, Laptops und Mobiltelefone liefern, die mit der Peer-to-Peer-Technologie der Gütersloher kompatibel sind. Unklar ist bislang, warum für ein auf dem P2P-Konzept basierendes Verkaufssystem gesonderte Prozessoren erforderlich sind, doch offenbar bedarf es besonders im Mobilbereich neuer technologischer Infrastruktur.
arvato mobile will seine White-Label-Plattform GNAB u.a. Mobilfunkanbietern, Internet Service Providern und Fernsehsendern verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die IT-Architektur, die für die geplante Verschmelzung von Computer, Wohnzimmerentertainment und Handy nötig wird, will Intel entwickeln.
Nach allem, was arvato mobile bislang über GNAB verlauten ließ, soll die Plattform einen entscheidenden Vorteil von P2P-Systemen nutzen: Da bei P2P nicht ein zentraler Anbieter alle digitalen Inhalte auf seinen Rechnern lagern und von dort ausliefern muss, sparen GNAB-Kunden bei der Datenübermittlung Geld. Da die eigentlichen User – also die Kunden der GNAB-Kunden – ihre Rechner als Lagerstätten und ihre Bandbreiten als Lieferwege zur Verfügung stellen, wird der digitale Verkauf von großen Film- oder Gamesdateien erst wirtschaftlich sinnvoll.





