Kulturstaatsminister Bernd Neumann stellte am 17. Januar bei einem Treffen mit dem versammelten Vorstand der deutschen Phonoverbände im Berliner Bundeskanzleramt Details zum Förderprojekt Initiative Musik vor. Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung bezeichnet die als Public-Private Partnership zwischen Musikwirtschaft und Kulturpolitik angelegte Initiative als „ein neues, zukunftsweisendes Projekt zur Förderung von Pop-, Rock- und Jazzmusik“. Eine Million Euro sei für das Projekt im laufenden Jahr bereits in den Haushalt des Kulturstaatsministers eingestellt.
„Mit der Initiative Musik wollen wir gemeinsam mit der Musikwirtschaft ein effektives Fördermodell für die Popmusik entwickeln“, sagte Neumann im Anschluss an das Treffen. „Durch die Kooperation mit der Musikbranche wollen wir wirtschaftliche und kulturelle Akzente optimal miteinander verbinden.“ Derzeit entwickle eine Arbeitsgruppe aus Musikbranche und Vertretern des Beauftragten für Kultur und Medien ein Förderkonzept für die Initiative Musik. Mit eingebunden seien der Deutsche Musikrat, die Phonoverbände, die Verwertungsgesellschaften und die Veranstaltungswirtschaft.
Bevor die Vorstände des Phonoverbands sich zu einem anschließenden Treffen der Verbandsspitze zurückzogen, standen noch verschiedene Aspekte des Urheberrechts auf der Agenda. Für die Musikwirtschaft nahmen Birgit Adels (EMI), Edgar Berger (Sony BMG), Frank Briegmann (Universal Music Entertainment), Bernd Dopp (Warner), Kurt Thielen (Zebralution) und Konrad von Löhneysen (Ministry of Sound) sowie als Verbandsvertreter der Vorstandsvorsitzende Michael Haentjes, sein Stellvertreter Dieter Gorny und Geschäftsführer Peter Zombik an dem Treff im Bundeskanzleramt teil.
Zahlreiche Vertreter der Musikwirtschaft hatten die seit der Popkomm 2006 diskutierte Initiative Musik begrüßt, allerdings sorgte die parallel in Neumanns Filmfinanzierungsmodell bereitgestellte Summe von jeweils 60 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre auch für kritische Stimmen. Mehr zum Thema






