Die britischen Analysten von Informa Telecoms & Media sagen dem deutschen Musikgeschäft in ihrem „Global Music Forecast“ bis 2010 im physischen und im digitalen Bereich Wachstumschancen voraus. So soll die Zahl der laut Informa 151,5 Mio. im Jahr 2004 verkauften CD-Alben zunächst im neuen Jahr bestenfalls stagnieren, dann aber bis 2010 auf 173,6 Mio. Einheiten wachsen – ein Plus von rund 15 Prozent im Laufe der kommenden fünf Jahre. Noch viel schneller gehen soll es mit dem Wachstum in der digitalen Vertriebswelt: Ausgehend von einer Basis von 6,4 Mio. im Jahr 2004 verkauften Tracks sollen es schon Ende 2005 rund 22,5 Mio. werden, bis 2007 rechnen die Marktforscher mit 68,6 Mio. bezahlten Downloads und Ende 2010 sollen es schließlich fast 270 Mio. sein – rund das 42fache des Werts aus dem vergangenen Jahr.
Bis 2010, so rechnet Informa vor, sollen sich im physischen Geschäft zudem die Gewichte verschieben: Während laut IFPI im Jahr 2003 noch 38 Prozent aller weltweit verkauften CDs in Nordamerika einen Käufer fanden, 37 Prozent in Europa, 18 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und drei Prozent in Lateinamerika, so soll der europäische Markt laut Informa bis Ende 2010 mit einem Anteil von 36 Prozent in diesem Bereich vorn liegen. Es folgen Nordamerika mit 32 Prozent, der Raum Asia-Pazifik mit 20 Prozent und Lateinamerika mit neun Prozent. Anders im digitalen Geschäft: Hier liegen die Nordamerikaner mit einem Anteil von 46 Prozent vorn, gefolgt von Europa (37 Prozent), dem asiatisch-pazifischen Raum (16 Prozent) und Lateinamerika (ein Prozent).





