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Indonesiens Polizei hebt Piratennest aus

Den indonesischen Behörden ist ein massiver Schlag gegen organisierte Piraten gelungen. Die Polizei legte ein illegales Presswerk in der Hauptstadt Jakarta still und beschlagnahmte Raubkopien im großen Maßstab.

Den indonesischen Behörden ist ein massiver Schlag gegen organisierte Piraten gelungen. Die Polizei legte ein illegales Presswerk in der Hauptstadt Jakarta still und beschlagnahmte dabei Raubkopien in großem Maßstab.

Vorausgegangen war eine Razzia in einer CD- und DVD-Fabrik, bei der fünf Verdächtigte festgenommen wurden. Der mutmaßliche Inhaber der Werkstatt ging der Polizei durch die Lappen und befindet sich vermutlich auf der Flucht. Die Herstellungsanlagen waren in einem Industriegebiet derart gut versteckt, dass die Ermittler den Schwarzbrennern erst auf die Schliche kamen, nachdem sie einen Lieferwagen mit Schwarzmarktware bis zu seinem Ausgangspunkt zurückverfolgt hatten.

In der Piratenfabrik beschlagnahmte die Polizei 27.000 fertig gebrannte CDs und 500.000 Rohlinge. Zudem stellte man sechs Pressen und eine halbe Mio. Rohträger für DVDs sicher. Die Raubkopierer betrieben das Werk vermutlich erst seit Anfang des Jahres und hätten nach Expertenschätzung mindestens 40.000 CDs und DVDs jährlich herstellen können. Gemessen an den beschlagnahmten Rohmaterialien hätte der Lagervorrat der Piraten noch für die Herstellung von weiteren 700.000 Discs ausgereicht.

Bei den Antipiraterie-Experten der IFPI stuft man die Razzia als großen Erfolg ein, der dem organisierten Verbrechen bei dem Versuch, Indonesien zu einem neuen Piraterie-Hauptsitz zu machen, großen Schaden zugefügt habe.

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