Recorded & Publishing

Indies sammeln beim Opus Klassik kumuliert die meisten Trophäen

Die Firmenfamilien von Sony Classical, Universal Music und Warner Music führen den Medaillenspiegel beim Opus Klassik 2026 deutlich an. Zusammengezählt liegen jedoch die unabhängigen Musikunternehmen vorn. Ein bereits seit mehr als 30 Jahren aktives Label holt dabei seine erste Auszeichnung.

Universal Music kommt beim Opus Klassik 2026 auf sieben Trophäen für Produktionen der Deutschen Grammophon und Decca. Hinzu kommen noch zwei Awards für Aufnahmen der partnerschaftlich verbundenen Labels ECM und CAvi. Bei Sony Classical kommt man derweil auf sechs Auszeichnungen. Rechnet man aber zwei Awards aus dem Livebereich hinzu, wo unter anderem das jüngst von Sony Classical unter Vertrag genommene Gitarrenduo Café del Mundo und die Cellistin Anastasia Kobekina zusammen mit Sasha Waltz zu Opus-Ehren kamen, sind es acht. Produktionen aus dem Hause Warner Music bringen es schließlich auf vier Einträge auf der Liste der Sieger:innen beim Opus Klassik 2026.

Aufnahmen aus unabhängiger Produktion kommen derweil firmenübergreifend zusammengezählt auf zwölf Nennungen, wobei Hänssler Classics als einziger Indie auf zwei Awards verweisen kann, und zwar mit Veröffentlichungen von Marcel Brunner und Simon Tetzlaff in den Nachwuchs-Kategorien.

Daneben kann das Kölner Label Myrios Classics mit den von Anna Lucia Richter unter dem Titel „Songs Of Fate“ eingesungenen Mahler-Liedern in einer der Hauptkategorien punkten; als Vertriebspartner sind hier digital die Deutsche Grammophon und physisch Note 1 mit an Bord. 

Erstmals zu Ehren beim Opus Klassik kommt zudem ein bislang vor allem im Jazz beheimatetes Label: ACT, das 2022 sein 30. Jubiläum beging, holt nun mit dem im Januar veröffentlichten Album „In The Fields“ der Berliner Formation Vision String Quartet eine Opus-Trophäe in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.

Die Preisverleihung zum Opus Klassik findet in diesem Jahr mit dem Konzert der Preisträger:innen am 10. Oktober im Fotografiska sowie am 11. Oktober im Rahmen der Gala im Konzerthaus Berlin statt. Als Fernsehpartner überträgt das ZDF die Gala am selben Abend zeitversetzt ab 22:15 Uhr. Wie in den vergangenen Jahren moderiert Désirée Nosbusch die Gala, die musikalische Begleitung übernimmt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina. Tickets für Gala und Konzert sind bereits erhältlich.