Recorded & Publishing

Indies lehnen Fusion von Warner und EMI ab

Als Organisation der unabhängigen Plattenfirmen will sich die Impala gegen einen Merger von Warner Music und EMI stellen. Die Indies zeigen sich zuversichtlich, dass die EU-Wettbewerbshüter jeglichen Zusammenschluss zweier Majors ablehnen.

Als Organisation der unabhängigen Plattenfirmen will sich die Impala gegen einen möglichen Merger von Warner Music und EMI stellen. Die Indies zeigen sich zuversichtlich, dass die EU-Wettbewerbshüter in Brüssel jeden möglichen Zusammenschluss zweier Majors ablehnen. „Der vorangegangene Fusionsversuch von EMI und Warner wurde von der EU als dem freien Wettbewerb hinderlich und gegen das öffentliche Interesse gerichtet eingeschätzt. Es gibt keinen zwingenden Grund, warum die Beurteilung durch die Kommission diesmal anders ausfallen sollte“, meint Michael Lambot, Impala-Präsident & Co-Chairman von Play It Again Sam. Naive-Chef Patrick Zelnick ergänzt: „Konzentration ist die Wurzel des Problems, vor dem der Markt steht. Eine weitere Marktkonzentration würde die Krise schlicht und einfach verschärfen.“ Die Marktkonzentration zerstöre Musik in ihrer Vielfalt, heißt es in einer Presseerklärung der Impala: Dies sei die wirkliche Krise. „Fusionitis ist kein Ausweg daraus, ein verschärftes Oligopol wird die Lage verschlimmern.“ Ein Merger unter den Majors würde negative Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette haben. Betroffen wären nicht nur Plattenfirmen, Verlage und Künstler, sondern auch Händler, Manager, Urheberrechtsorganisationen und die Kunden.