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Indies glauben nicht an EU-Genehmigung der Fusion BMG/Warner

Der weltweite Verband der unabhängigen Musikfirmen, Impala, geht nach Gesprächen mit der EU-Kommission davon aus, dass die Fusionspläne von Warner Music und BMG nicht ohne weiteres grünes Licht erhalten werden.

Der weltweite Verband der unabhängigen Musikfirmen, Impala, geht nach Gesprächen mit der EU-Kommission davon aus, dass die Fusionspläne von Warner Music und BMG nicht ohne weiteres grünes Licht erhalten werden. Im Gespräch mit musikwoche erläutert Helen Smith, Deputy Secretary General des Verbandes: „Keine Fusion ist identisch mit einer anderen. Auch wenn bei diesem geplanten Merger einige Rahmenbedingungen anders sind als bei der nicht genehmigten Fusion von Warner und EMI im Jahr 2001, so glauben wir dennoch, dass die EU bei ihrer damaligen Position bleiben wird. Demnach kann der Markt keine weitere Konsolidierung vertragen.“ Smith bezieht sich dabei auf die Argumentation der EU, die vor etwa zwei Jahren die Hochzeit von EMI und Warner untersagte, weil in der Folge Vielfalt und Auswahl der Musik, die Kunden angeboten wird, unter der Fusion leiden würden. Gespräche zwischen Impala und der EU im Juni hätten ergeben, dass die Wettbewerbshüter in Brüsssel die Bedenken der Independents „sehr ernst“ nähmen. Der Verband, der rund 1800 Labels mit einem geschätzten europäischen Marktanteil von 22 Prozent vertritt, hatte die EU aufgefordert, eine Fusion der beiden Majors zu verhindern. Nach Informationen der Londoner „Financial Times“ würde der Zusammenschluss keinen neuen Marktführer erbringen. Laut den Zahlen, die im September veröffentlicht werden, kämen Warner und BMG in Europa auf einen Marktanteil von 22,4 Prozent und in Nordamerika auf 28,5 Prozent – in beiden Fällen weniger als Universal.

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