Recorded & Publishing

Indies glauben nicht an digitale Zukunft

Die Independentszene distanziert sich von den Verheißungen der Musikbranche in Sachen digitale Zukunft.

Am Leipziger Pop-Up-Festival nahmen am Wochenende 120 deutsche Independent-Labels teil. Einem „taz“-Bereicht zufolge ist die Indieszene zusammengerückt und distanziert sich gemeinsam von den Verheißungen der digitalen Zukunft. Mobile Entertainment ist bei den Indies kein Thema: „Mich interessieren Klingeltonanbieter überhaupt nicht“, sagte Thorsten Seif vom Hamburger LabelBuback gegenüber der „taz“. Gefragt, was den Underground denn heutzutage noch ausmache, meinte er: „Man weiß eben, was man nicht will.“ Auch Peter Wacha von der Münchner Disko B – Labelfamilie rechnet nicht mit einem Geldsegen aus dem digitalen Geschäft. Seine Umsätze mit Downloads taxiert er „gegen Null.“ Nach diversen Pleiten, Entlassungen und Hiobsbotschaften kämen viele Bands, die von den internationalen Konzernen als nicht profitabel genug ausgetauscht wurden, bei den Independentlabels unter, die weiterhin auf klassische Vertriebswege setzen. Das Geschäft mit der digitalen Zukunft, so die „taz“, werde dagegen lieber den „fiesen Konzernen“ überlassen.