Musikfans finden auf der Downloadplattform bislang keine Titel von Bands wie White Stripes und Franz Ferdinand oder Buena Vista Social Club. Zudem sind einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge die Verhandlungen mit weiteren Onlineshop-Anbietern ins Stocken geraten. Und wie sieht es mit Indie-Repertoire aus? Derzeit finden sich Titel von etwa zwei Dutzend Indies bei Phonoline, darunter edel, Kontor und Ministry of Sound; in den nächsten Wochen sollen laut General Manager Bent Stroehmann jedoch weitere dazukommen. Stroehmann sieht das Projekt als einen Entwicklungsprozess, bei dem alle lernen.
Zum Beispiel Beggars Group: Für die Lizenzierung von Beggars-Repertoire liegt derzeit ein Vertragsentwurf zur Überprüfung in der Londoner Zentrale. Bei Unterschrift steht einem Angebot von Beggars-Titeln auf Phonoline nichts mehr im Wege, da laut Birgit Heuzeroth, General Manager der Beggars Group, ein Großteil des Contents bereits digitalisiert vorliegt. Sie sieht die Beziehung ihrer Firma mit Phonoline mittlerweile „etwas im Fluss“. Auch Repertoire von !K7 findet sich bislang noch nicht auf der Plattform, obwohl das Label auf internationaler Ebene bereits mehrere Lizenzverträge mit digitalen Musikvertrieben abgeschlossen hat. !K7-Geschäftsführer Horst Weidenmüller findet es allerdings nicht negativ, „dass wir bei Phonoline noch nicht dabei sind“. Vielmehr habe das Label sein Augenmerk zunächst auf den Aufbau der digitalen Administration gelegt.
Auch von Indigo stehen noch keine Titel auf der Plattform. Michael Engelhardt, zuständig für das Marketing bei Indigo, verweist darauf, dass Indigo als Vertrieb nicht der Rechteinhaber am Material seiner Vertriebslabels ist. „Wir werden in naher Zukunft aber mit Wolfsheim versuchen, was geht“, versichert Engelhardt. Anhand der gesammelten Erfahrungen mit der Band, die ihre physischen Tonträger auf dem Indigo gehörenden Label Strange Ways veröffentlicht, werde das Unternehmen die künftige Downloadstrategie ausrichten.






