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Indie-Vertrieb CD Baby wächst in der Krise

Der unabhängige Musikvertrieb CD Baby meldet einen persönlichen Rekord: Seit Firmenbestehen verkaufte die kleine amerikanische Firma über 1,2 Mio. CDs von vertragslosen Musikern und schüttete somit über zehn Mio. Dollar an Erlösen an die zumeist unbekannten Künstler aus.

Der unabhängige Musikvertrieb CD Baby meldet einen persönlichen Rekord: Seit Firmenbestehen verkaufte die kleine amerikanische Firma aus dem Bundesstaat Oregon über 1,25 Mio. CDs von vertragslosen Musikern und schüttete somit über zehn Mio. Dollar an Erlösen an die zumeist unbekannten Künstler aus. Wer als Musiker seine Werke bei CD Baby anbietet, bekommt pro verkaufter CD zwischen sechs und zwölf Dollar. Die Verkaufserlöse werden im Wochenturnus ausgeschüttet. Das Unternehmen bietet die Platten auf seiner Website unter CDbaby.com als physisches Produkt an, ermöglicht den Nachwuchskünstlern aber auch den Digitalvertrieb über Shops wie iTunes Music Store, Sony Connect, MSN Music Store, Napster, Rhapsody oder über die von OD2 belieferten Downloadhändler.

Derzeit nutzen dieses Vertriebssystem ohne Plattenfirma nahezu 75.000 Künstler. Zu den bestverkauften Titeln von CD Baby zählen unter anderem der Score zu „Donnie Darko“ und das Album „Trading Snakeoil For Wolftickets“ von Gary Jules, das bereits seit 2001 im Programm von CD Baby ist. Die Platte war längst ein Hit in der Indie-Szene, bevor sie über Sanctuary in den Handel kam und die Single „Mad World“ die Charts stürmte. Seit der Firmengründung im Jahr 1998 konnte Inhaber Derek Sivers nach eigenen Angaben seine Umsätze jedes Jahr beinahe verdoppeln.

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