In einer Studie befragte der Berliner Forscher Christian Handke von der Humboldt-Universität eine große Anzahl der VUT-Mitglieder und verglich deren Geschäftszahlen mit Daten des Bundesverbandes Phono. Demnach erwirtschaften die unabhängigen Firmen im Jahr 2004 einen Umsatz von 216 Millionen Euro, was rund zwölf Prozent des gesamten Branchenumsatzes entspricht.
Dieses Bild deckt sich mit jüngsten Analysen von MusikWoche: Bei der Auswertung der Charts-Anteile im Longplay-Bereich für das Jahr 2005 stieg der Indie-Anteil von 7,18 Prozent im Jahr 2004 auf 10,24 Prozent an. Dieser Wert wäre sogar noch höher, rechnete man die Werte von erfolgreichen Labels wie 105 Music oder X-Cell dazu, die über Vertriebsverträge an Majors gebunden sind und entsprechend in die Wertung der großen Konzerne einfließen.
Auch an einem anderen Faktor versucht Handke die höhere Bedeutung von unabhängigen Musikfirmen festzumachen. So wächst etwa die Mitgliederanzahl des VUT – Verbands unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) nach Worten von Geschäftsführerin Eva Kiltz „so schnell wie nie zuvor“.
Mehr zum Thema MusikWoche Quartalsauswertung 4/2005 (PDF)





