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IN-motion korrigiert Bilanzzahlen – Börsenausschluss droht

Die IN-motion AG muss ihre Geschäftszahlen nach einer fehlerhaften Bilanzierung nach unten korrigieren – und muss sich auf den Ausschluß vom Neuen Markt einstellen.

Die IN-motion AG muss ihre Geschäftszahlen nach einer fehlerhaften Bilanzierung nach unten korrigieren – und sich auf den Ausschluß vom Neuen Markt einstellen. Gemäß den korrigierten vorläufigen Bilanzzahlen für das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2000/2001 erwirtschaftete die AG einen Umsatz von 85,2 Millionen Euro bei einem Fehlbetrag von 5,2 Millionen Euro – noch im Dezember hatte das Unternehmen einen Umsatz von 153 Millionen Euro ausgewiesen. Auch für das Geschäftsjahr 1999/2000 legte die AG korrigierte Zahlen vor, die nun einen Umsatz von 37,1 Millionen Euro (zuvor 57,75 Millionen) und einen Jahresüberschuss von 7,0 Millionen Euro (zuvor 7,97 Millionen) ausweisen. Grund für die korrigierten Geschäftszahlen sei die erstmalige Erstellung des Geschäftsberichts nach dem Bilanzierungsstandard US-GAAP, die im Speziellen eine geänderte Ausweisung des Postens „Ergebnisbeiträge aus Produktionsdienstleistungen für Medienfonds“ erfordert, die im Dezmber noch nicht berücksichtigt wurde. Pressesprecher Fabian Schiffer erklärte: „Wir haben die Bilanzierungsregeln anders interpretiert und gingen im Dezember davon aus, dass unser Jahresabschluss in Ordnung ist.“ Wegen der verspäteten Veröffentlichung des Jahresergebnisses wird IN-motion am 29. April vom Neuen Markt ausgeschlossen, sollte der angekündigte Widerspruch der AG fruchtlos bleiben. An der Frankfurter Börse erlebte die IN-motion-Aktie heute einen Einbruch. Nachdem das Papier bereits mit einem Kurs von 3,15 Euro um rund 21 Prozent unter dem letzten Schlusskurs von vier Euro gestartet war, fiel es im Laufe des Vormittags unter die Drei-Euro-Marke.