Recorded & Publishing

In Berlin spielt die Musik

Die Bundeshauptstadt ist kulturell attraktiver als viele andere Metropolen. Das findet das Medienbüro BerlinBrandenburg, das Pressevertreter zur Präsentation hauptstädtischer Indie-Labels lud.

Ein Banner mit der Parole „Forget Other Cities“ prangte in der WMF-Galerie in Berlin-Mitte. Darunter hatten zwölf Berliner Indie-Labels Info-Tische aufgebaut und boten Journalisten Gelegenheit, sich über ihr Repertoire zu informieren. Kritisiert wurden die geringe Zahl der Labels und die Kriterien, nach denen ausstellende Labels ausgewählt worden waren. So rechnet Matthias Bröckel, Geschäftsführer von Vielklang, mit „mehreren hundert Berliner Klein- und Kleinst-Labels“. Man habe der Popkomm. keine Konkurrenz machen wollen, so das Medienbüro. Die Tatsache, dass hauptsächlich Elektro-Labels anwesend waren, begründete es damit, dass man Berlin in der Welt als ein Zentrum dieses Genres sehe.

Am Abend folgten Showcases mit Surrogat, Hausmarke und Ali Schwarz. Die Veranstaltung am 11. Oktober fand im Rahmen einer dreitägigen Informationsreise statt, zu der das Medienbüro Vertreter der Musik- und Wirtschaftspresse aus England, Japan und USA geladen hatte. Unter dem Motto „Wir zeigen’s euch allen!“ hatte Bernd Schiphorst, Medienbeauftragter von Berlin und Brandenburg, am Vorabend die Journalisten begrüßt. In seiner Rede ließ er Zahlen sprechen: Die Stadt verfüge im Musiksektor über einen Marktanteil von über 50 Prozent. Zusammen mit Sony, Universal und BMG gebe es 430 Firmen, die mit Musik einen Umsatz von einer Milliarde Euro erwirtschaften.