Der Kongress „AI Soundscapes“ findet am 11. und 12. September 2026 an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam statt. Das Programm möchte bewusst über KI-generierte Songs hinausblicken und dabei Werkzeuge in den Fokus rücken, die bereits in der Musikproduktion und im Bereich Creative Media zum Einsatz kommen.
Künstlerischer Leiter ist Chandra Fleig, Musikproduzent und Dozent für digitale Musikproduktion an der Filmuniversität. Er hat an mehr als 200 TV- und Filmproduktionen mitgewirkt und verantwortet als Mitbegründer des Zentrums Pop Brandenburg die künstlerische Ausrichtung der Veranstaltung.
Den Auftakt des Konferenzprogramms bildet eine Keynote von Dieter Gorny, dem Geschäftsführer der Akademie für Populäre Musik. Gorny geht der Frage nach, wo KI Kreativität und Authentizität gefährdet und wo sie neue Möglichkeiten eröffnet. In Workshops wird der praktische Einsatz von KI im Studioalltag gezeigt: Holger Steinbrink demonstriert KI-Funktionen in Cubase und SpectraLayers, Eva van Dijk gibt Einblicke in neue KI-Erweiterungen von Ableton Live und Philipp Scholz zeigt am Beispiel von Pro Tools die Grenzen von KI in der Synchronisation und Audio-Postproduktion.
Ein Panel mit Anja Kathmann, Matthias Hornschuh und Kerstin Bäcker behandelt rechtliche und ethische Fragen. Es wird unter anderem darüber diskutiert, wem KI-generierte Werke gehören und unter welchen Bedingungen Systeme trainiert werden dürfen. Ein Workshop mit Valeria Nash widmet sich Deepfake Vocals und Voice Cloning. Jovanka von Wilsdorf und die Künstlerin Portrait XO, die abends zudem live im Lindenpark auftritt, thematisieren, wie sich künstlerische Arbeit durch KI als kreativen Impuls verändert.
Der zweite Kongresstag wird mit einem Grußwort von Kulturministerin Manja Schüle eröffnet. Anschließend diskutieren Derek von Krogh von der Popakademie Baden-Württemberg, Chandra Fleig und Brian Smith über die Zukunft der DAW im Zeichen von KI.
AI Soundscapes richtet sich an Musiker:innen und Produzent:innen ebenso wie an Sounddesigner:innen und Filmschaffende. Auch Studierende zählen für die Verantwortlichen zur Zielgruppe.






