Die Impala hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, Widerstand gegen die geplante Übernahme von BMG Music Publishing durch die Universal Music Group zu leisten. Der europäische Dachverband der Independent-Labels sieht durch die zunehmende Marktkonzentration den Wettbewerb im Tonträger- und Musikverlagsgeschäft in ernsthafter Gefahr.
Die rund 2500 Impala-Mitglieder sollen nun bis Mitte November ihre Argumente gegen den Merger formulieren und beim Verband einreichen. Das beschloss das Impala-Board um President Patrick Zelnik, Chairman Martin Mills sowie die beiden Vice Presidents Horst Weidenmüller und Hein van der Ree bei einem Treffen in Paris. Die Impala will diese Beschwerden dann an die Europäische Kommission weiterreichen, die bis zum 8. Dezember über die Fusion entschieden haben will. Universal hatte Anfang September den Zuschlag bei einer Versteigerung des Bertelsmann-Musikverlags erhalten und will 1,63 Milliarden Euro für das Unternehmen bezahlen.
In Brüssel gibt sich der Indieverband indes zuversichtlich, dass die EU-Wettbewerbshüter die Übernahme in dieser Form nicht akzeptieren werden. „Die Behauptung der beiden Unternehmen, dass es sich um relativ kleine Majorverlage handele, ist irreführend“, heißt es bei der Impala. „Jeder der beiden verfügt bereits über Rechte an größeren Song-Katalogen als die anderen Majors.“






