Recorded & Publishing

Impala greift MTV an

Die unter dem Impala-Dach versammelten unabhängigen Plattenfirmen protestieren in einer Offenen E-Mail an MTV-Chef Brent Hansen gegen die Absicht des Musiksenders, die Tantiemen für Indie-Labels zu beschneiden.

Die unter dem Dach des Branchenverbands Impala versammelten unabhängigen Plattenfirmen protestieren in einer Offenen E-Mail an MTV-Chef Brent Hansen gegen die Absicht des Musiksenders, die Tantiemen für Indie-Labels drastisch zu beschneiden. Im Vorfeld hatte MTV einen Vertrag mit der britischen Rechteverwertungsgesellschaft Video Performance Limited (VPL) auslaufen lassen. Dafür hatte der Sender in Verhandlungen mit einzelnen Labels indivuelle Verträge statt der bislang praktizierten Pauschalvergütung angeboten. Laut Impala-Informationen liegen die von MTV angebotenen Konditionen um rund 55 Prozent unter den bisherigen. Damit soll zudem laut Impala künftig auch die Auswertung in den Bereichen Mobile und Online abgegolten sein: „Wenn MTV die Musik und die Künstler wirklich liebt, dann ist dies nicht die Art sie zu behandeln“, klagen 288 Labels und 64 Acts, die den am 24. März bei einer Pressekonferenz in London präsentierten Brief unterzeichneten. Zu den Unterstützern des Protests zählen neben vielen internationalen Renommier-Indies u. a. die Unternehmen edel records und !K7 sowie Bands wie Franz Ferdinand, die White Stripes oder To Rococo Rot. Schon zuvor hatten Impala-Vertreter damit gedroht, nach dem 31. März keine neuen Videos mehr an MTV zu geben. Nun betonen sie, dass MTV ohne Indie-Inhalte zu einer billigen Mainstream-Abspielstation verkomme. „Ohne die Musik würde MTV nicht existieren“, heißt es. „Wir schätzen MTV – und wir wünschen uns, dass MTV uns auch im selben Maße schätzt.“

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