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Impala feiert wegweisenden Steuer-Vorstoß Italiens

Die europäische Interessenvertretung der unabhängigen Plattenfirmen, Impala, begrüßt eine Maßnahme der italienischen Regierung, Musikfirmen für die Nachwuchsförderung mit Steuervergünstigungen zu unterstützen.

Die europäische Interessenvertretung der unabhängigen Plattenfirmen, Impala, begrüßt eine Maßnahme der italienischen Regierung, Musikfirmen für die Nachwuchsförderung mit Steuervergünstigungen zu unterstützen. Das Kabinett um Ministerpräsident Romano Prodi hatte sich das Vorhaben in den Haushaltsplan für 2007 geschrieben, der Ende Dezember vom italienischen Parlament gebilligt wurde.

„Der italienische Versuch, kleine und mittelständische Musikfirmen zu stärken, zeigt, dass es eine neue Aufmerksamkeit für Musik und deren kulturelle und ökonomische Bedeutung in Europa gibt“, erklärte Impala-President Patrick Zelnik. „Das ist ein bedeutender Schritt, vor allem wenn man das Ausmaß betrachtet, in dem unabhängige Firmen zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung beitragen.“

Das italienische Modell sieht vor, dass Firmen, die jährlich weniger als 15 Millionen Euro umsetzen, ihre Ausgaben für A&R, Produktion, Promotion und Digitalisierung von der Steuer absetzen können, wenn diese Kosten in Zusammenhang mit den ersten beiden Alben eines Künstlers anfielen. Die Vergünstigungen sollen für Ton- und Video-Aufnahmen gelten. Firmen, die zu einem TV- oder Radiounternehmen gehören, bleiben von der Maßnahme ausgeschlossen.

Vor Kurzem war bereits in Frankreich ein ähnliches Modell in Kraft getreten. „Die Steuererleichterungen in zwei bedeutenden europäischen Ländern stellen eine neue Chance für einen Wirtschaftssektor dar, der Innovationen einleitet und neue Talente fördert, aber mit den Auswirkungen der Globalisierung und der zunehmenden Marktkonzentration zu kämpfen hat“, sagte Impala-Chairman Martin Mills. „Andere Länder sollten diesem Beispiel nun folgen, um die Vielfalt der europäischen Musik zu gewährleisten.“

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