Die unabhängigen Plattenfirmen haben ihre Ablehnung gegen die geplante Fusion von BMG und Sony Music bekräftigt. In Brüssel forderte die Interessenvertretung der Independents, Impala, erneut die EU-Kommission auf, den Merger zu verhindern. „Die Majors haben hauptsächlich selbst Schuld an ihren Verlusten und nun beklagen sie ihre angebliche Verarmung“, sagte Osman Eralp, Wirtschaftsberater von Impala. In Zeiten schwacher Branchenkonjunktur sei es noch viel schädlicher eine derartige Großfusion zuzulassen als in einer Boomphase, argumentierte Eralp. „Für kleinere Unternehmen wird das Überleben dadurch noch schwieriger.“ Impala erneuerte deshalb die Forderung nach einer Blockade des Mergers, oder zumindest nach „schwerwiegenden Einschränkungen“, die verhindern sollen, dass Indies nicht der Zugang zum Markt versperrt wird. Bereits jetzt kontrollierten fünf Firmen 80 Prozent des Musikgeschäfts. Doch nicht alle Independents sperren sich gegen Sony BMG. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP merkte Michael Haentjes, Chef der edel music AG, an: „Dadurch werden Künstler, die bei Majors nur mittelmäßig verkaufen, für Firmen wie uns erhältlich. Das kann durchaus auch ein Vorteil für die Indies sein und den Markt stimulieren.“ Dieser Ansicht widersprach Michel Lambot, Impala-Vorsitzender und Co-Chairman von PIAS: „Wir werden schließlich nicht mehr Platz zum Atmen bekommen, nur weil wir keinen Platz mehr in den Regalen haben werden.“ Seiner Meinung nach werden die Rabatte, die die Majors den Supermärkten und großen Ketten gewähren, das Leben für kleine Einzelhändler immer schwerer machen. Und eben diese Fachhändler seien die Bastion der Indies. „Ich betreibe selbst ein Geschäft“, so Lambot. „Und ich muss auch nicht meinen Nachbarn aufkaufen, nur damit ich schwarze Zahlen schreibe. Musik ist ein sehr schnell wachsendes Geschäft. Wir glauben, dass diese Fusion gestoppt werden muss.“
Impala bleibt beim „nein“ zu Sony BMG
Die unabhängigen Plattenfirmen haben ihre Ablehnung gegen die geplante Fusion von BMG und Sony Music bekräftigt. In Brüssel forderte die Interessenvertretung der Independents, Impala, erneut die EU-Kommission auf, den Merger zu verhindern.






