Der Independent-Verband Impala sieht im Urteil des EU-Gerichts, die Genehmigung des Sony-BMG-Mergers aufzuheben, einen Sieg für die Musik und die kulturelle Vielfalt.
In einer Pressemitteilung kommentiert der Verband das Urteil als eine wegweisende Entscheidung, die einen wichtigen juristischen und politischen Präzedenzfall schaffe. „Das Urteil ist ein Sieg für die Musik und kulturelle Vielfalt“, heißt es in der Impala-Mitteilung. „Es ist zugleich der Start der Gesundung des Marktes. Wir Independents sind der Meinung, dass die Entscheidung unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Bewertung von Fusionen im kreativen Wirtschaftsbereich die ökonomischen, sozialen und kulturellen Besonderheiten der jeweiligen Märkte miteinzubeziehen.“
Zudem wertet Impala das Urteil als Bekräftigung der eigenen Position. Denn der Verband hatte der EU-Kommission vorgeworfen, in der Frage der Klärung der Rechte beim Fusionsprozess zugunsten der großen Konzerne voreingenommen zu sein. Dritte Parteien hätten nur einen extrem begrenzten Zugang zu den Akten gehabt.
„Das Urteil ist ein Wendepunkt in europäischen Angelegenheiten“, erklärt Impala-Präsident Patrick Zelnik. „Es gibt keinen Zweifel, dass diese Entscheidung zukünftige Fusionen verhindern und die Art völlig verändern wird, wie Musik und andere kreative Wirtschaftszweige behandelt werden.“ Das gemeinsame Vorgehen der Indies habe bewiesen, dass man das Unanfechtbare anfechten könne. „Wir werden die Unesco-Konvention über kulturelle Vielfalt auch in der Marktwirklichkeit zur Realität machen“, so Zelnik. Und auch Impala-Chairman Martin Mills zeigte sich begeistert: „Das ist ein unglaubliches Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, wie ungleich die Waffen zwischen Impala auf der einen und BMG, Sony und der EU-Kommission auf der anderen Seite sind. Der Kampf für Marktzugang und Vielfalt geht weiter, aber unabhängig von Politik und Theorie ist das ein fantastisches Ergebnis für die Musik.“





