Der Independent-Verband Impala hat die Initiative der französischen Regierung zur steuerlichen Förderung von neuen Talenten begrüßt. Das Steuerabschreibungskonzept, das im Mai bereits von der EU-Kommission abgesegnet wurde, soll es Plattenfirmen in Frankreich künftig erlauben, einen Teil ihrer Produktionskosten beim Fiskus abzusetzen, wenn dadurch neue Talente und Instrumentalmusik gefördert werden.
„Der französische Kulturminister hat verstanden, dass die musikalische Vielfalt in Gefahr gerät, wenn die unabhängigen Produzenten in der gegenwärtigen Situation allein gelassen werden“, erklärt Impala-President und Naive-Chef Patrick Zelnik, der auch andere Länder zu vergleichbaren Maßnahmen aufruft. „Das Problem besteht auch auf europäischer Ebene. Wer qualitativ hochwertige Produktionen haben möchte und Künstler mit einem individuellen Background auf europäischen Festivals sehen will, sollte diesem Beispiel folgen.“ Martin Mills, Impala-Chairman und President der Beggars Group, ergänzt: „In einem zunehmend konzentrierten und globalisierten Markt wird es notwendig, kleineren Produzenten, die lokale Newcomer entdecken und an die Öffentlichkeit bringen, unter die Arme zu greifen.“
Das Modell sieht vor, dass Plattenfirmen für Nachwuchskünstler bis zu 20 Prozent ihrer Ausgaben für A&R und Katalogdigitalisierung von der Steuer absetzen können. Jede Firma, die sich für das Programm qualifiziert, könnte jährlich bis zu 500.000 Euro Steuern gutgeschrieben bekommen. Insgesamt soll das Programm der Musikbranche jährlich bis zu zehn Millionen Euro an Einsparungen bringen. Die Pläne von Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres wurden erstmals auf der Midem im Januar publik.






