Ein neues Gesetz, das diese Woche vom italienischen Parlament ratifiziert werden soll, sorgt in der Musikindustrie für Unmut. Der Branchenverband IFPI forderte nun den italienischen Gesetzgeber auf, den so genannten Ex-Cirielli-Paragraphen nicht auf den Weg zu bringen. Er werfe die Anti-Piraterie-Bestrebungen in Italien zurück und sei unvereinbar mit dem Schutz geistigen Eigentums.
Das Gesetz soll u.a. die Verjährungsfrist von sieben auf sechseinhalb Jahre verkürzen. Rund dreiviertel der anstehenden Gerichtsverfahren in Italien würden mit seinem Inkrafttreten hinfällig werden. „Das Ex-Cirielli-Gesetz ist ein herber Schlag für die italienische Musikindustrie in ihrem Kampf gegen die Piraterie“, sagte IFPI-Chef John Kennedy. „Es untergräbt völlig unsere Möglichkeit, gegen die Piraterie zu kämpfen, und das in einem Land, das eine der höchsten Raubkopierer-Quoten in den Industrienationen hat.“






