Der Betreiber der russsischen Website russion-cds.com wird von der russischen Staatsanwaltschaft beschuldigt, Raubkopien zum Kauf angeboten zu haben. Die IFPI begrüßt das Vorgehen der russischen Behörden: „Diese Aktion gegen eine der zahlreichen russischen Websites, die illegale Produkte anbieten, ist sehr begrüßenswert. Wir ermuntern die Behörden, den Druck auf alle aufrecht zu erhalten, die auf illegale Weise von der Kreativität internationaler Stars profitieren und dabei auch die Entwicklung Russlands eigener Talente verhindern“, so IFPI-Chairman Jay Berman. Die Seite, die einen Katalog raubkopierter CDS anbietet, wurde im Oktober 2003 im Zuge der Ermittlungen der IFPI gegen Online-Piraterie entdeckt. Testkäufe bestätigten den Verdacht. Unter den angebotenen CDs finden sich Werke von Britney Spears, Robbie Williams und Sting. Die CDs wurden sowohl nach Europa als auch in die USA, nach Korea und Kanada verkauft. Die Seite wird von einem abgelegenen Ort im Osten Russlands aus betrieben. Nachdem den örtlichen Behörden das Beweismaterial präsentiert worden war, wurden zwei Hausdurchsuchungen durchgeführt und rund 3000 CDs, CD-Booklets in beträchlicher Menge, 300 Zahlungsbestätigungen sowie zwei Computer beschlagnahmt. Weitere 14.000 CDs sowie DVDs mit Musik und Spielen wurden bei einem Zwischenhändler gefunden, bei dem sich auch der Beschuldigte mit Raubkopien eingedeckt hatte. Die Untersuchungen werden fortgesetzt. Russland gilt als Europas größter Markt für Raubkopierer und als Hauptexporteur raubkopierter Güter. Die Situation ist aufgrund veralteter Urheberrechtsgesetzte besonders kritisch.
IFPI verfolgt russischen Raubkopierer
Der Betreiber der russsischen Website russion-cds.com wird von der russischen Staatsanwaltschaft beschuldigt, Raubkopien zum Kauf angeboten zu haben.






