Recorded & Publishing

IFPI stellt Musik tauschenden Studenten kalt

Die deutsche Landesgruppe der IFPI konnte vor wenigen Tagen bei der Polizei den Zugriff bei einem Informatikstudenten im Landkreis Fürth erwirken. Er hatte eine illegale Tauschbörse betrieben.

Die Deutsche Landesgruppe der IFPI konnte vor wenigen Tagen bei der Polizei den Zugriff bei einem Informatikstudenten im Landkreis Fürth erwirken. Er hatte einen sogenannten Napster-Klon installiert und darüber eine illegale Tauschbörse betrieben. Diese Napster-Klone basieren auf dem Quellcode der orginalen Napster-Software. Der Beschuldigte selbst hatte auch mehrere Tausend Titel online gestellt – ohne die Zustimmung der Rechteinhaber. Bei den Ermittlungen der IFPI kam zutage, dass beim Fürther Napster durchschnittlich 3000 Anbieter täglich rund eine Millionen Files bereit hielten. Nach einer Anzeige der IFPI ermittelte die Staatsanwaltschaft über die IP-Adresse und den Internetprovider die Identität des „Napster“-Benutzers. Bei der Verhaftung wurden sechs PCs und weitere Beweisstücke sicher gestellt. Die IFPI betont in diesem Zusammenhang ihre konsequente Vorgehensweise bei Urheberrechtsverletzungen: „Nach der Ermittlung solcher Angebote wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die die jeweiligen Personen ermittelt. Gegen den Mann läuft zur Zeit ein Strafverfahren; Urheberrechtsverletzungen können mit Haft- oder Geldstrafe geahndet werden. Weitere zivilrechtliche Verfahren der Rechteinhaber, die um die Vergütungen für ihre Musik betrogen wurden, können sich anschließen. Die IFPI dankt den Beamten von Polizei und Staatsanwaltschaft für die gute Kooperation.“