Recorded & Publishing

IFPI sieht das Ende der CD-Single

Bei weltweit dramatisch sinkenden Verkaufszahlen von CD-Singles sei das Format auf dem besten Weg, zu einem Nischenprodukt zu verkommen, erklärte ein Marktforscher der IFPI.

Bei weltweit dramatisch sinkenden Verkaufszahlen von CD-Singles sei das Format auf dem besten Weg, zu einem Nischenprodukt zu verkommen, erklärte Keith Jopling, Director of Market Research bei der IFPI in London. „Ein Szenario, dem wir entgegen sehen, ist der Tod der Single“, sagt er gegenüber der „Financial Times“. Die Single werde durch den Online-Download einzelner Songs „ersetzt werden und bestenfalls als Nischenprodukt erhalten bleiben“, so Jopling. „Heute machen einige wenige Hits einen großen Teil der gesamten Singles-Verkäufe aus.“ So sank der weltweite Verkauf des Formats laut den aktuellen IFPI-Zahlen in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 16 Prozent, in Deutschland betrug der Rückgang mehr als 20 Prozent, in Großbritannien gar mehr als 40 Prozent. Hier verringerte sich der Absatz von Singles von 87 Millionen Einheiten im Jahr 1997 auf nur noch 53 Millionen im vergangenen Jahr. Und bis 2007, so die Marktforscher von Informa Media in der „FT“, würden nur noch 152 Millionen Singles und Musikkassetten verkauft. Im gleichen Zeitraum soll sich indes der weltweite Umsatz mit übers Internet verkauften Songs von derzeit 1,12 Milliarden auf 2,1 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln.