Nach zuletzt vielen Rückschlägen kann die IFPI nun einen juristischen Erfolg im Piraterie-Keimherd Russland verzeichnen. Ein Schiedsgericht in Moskau entschied gegen das Presswerk Russobit-Soft, das CDs westlicher Stars ohne Lizenzen hergestellt hatte.
Unter den Raubkopien waren Titel von Interpreten wie Whitney Houston, Macy Gray, Enrique Iglesias, Michael Jackson, Depeche Mode, Radiohead oder Destiny’s Child. Die russischen Richter verurteilten Russobit-Soft zu einer Strafzahlung in Höhe von vier Mio. Rubel (117.000 Euro). Zudem muss das Presswerk die Gebühren und Kosten für den seit Dezember 2003 andauernden Rechtsstreit übernehmen.
Die IFPI hatte damals acht Klagen im Namen der Firmen CJSC Universal Music (Russia), LLC Sony Music (Russia), BMG UK & Ireland, Arista, EMI Music International Services, Mute, Sanctuary und Warner Music Austria eingereicht. Laut dem weltweiten Tonträgerdachverband gibt es in Russland 56 CD-Presswerke mit einem jährlichen Ausstoß von fast 700 Mio. Einheiten – und exorbitant hohem Piraterieanteil. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 wurden in Russland nur 58 Mio. legal gefertigte CDs verkauft.





