Recorded & Publishing

IFPI nennt Zahlen fürs Digitalgeschäft 2006

Der globale Markt für Musikdownloads verdoppelte sich im Jahr 2006 nach Untersuchungen der Londoner IFPI-Zentrale auf ein Volumen von zwei Milliarden Dollar.

Der globale Markt für Musikdownloads verdoppelte sich im Jahr 2006 nach Untersuchungen der Londoner IFPI-Zentrale auf ein Volumen von zwei Milliarden Dollar. Mobile Musikverkäufe steuerten dabei vor allem aufgrund des starken asiatischen Mobilgeschäfts rund die Hälfte aller Umsätze bei. Auch die Zahl der verkauften Einzeltracks sei um stolze 89 Prozent auf nunmehr rund 795 Millionen Songs gewachsen, sagte IFPI-Chairman John Kennedy bei der Präsentation des jüngsten „Digital Music Report“ der IFPI.

Die Zahl der in den inzwischen mehr als 500 legalen Downloadshops in 40 Nationen verfügbaren Tracks habe sich binnen Jahresfrist auf vier Millionen verdoppelt.

„Das Tonträgergeschäft hat sich mittlerweile zu einem digital denkenden und digital erfahrenen Wirtschaftszweig entwickelt“, sagte Kennedy. Bis 2010 rechnet er damit, dass das digitale Geschäft „mindestens ein Viertel aller weltweiten Verkäufe“ generiere. Allerdings schränkt er ein: „Dieser Markt verbindet Evolution und Revolution, sodass die Entwicklungslinie ständig ihre Richtung ändert.“

Kennedy mahnte trotz der Erfolge im Downloadbereich eine Einbindung der ISPs in die weltweit Pirateriebekämpfung an. Es sei unbefriedigend, dass die Internetwirtschaft nur auf Druck der Politik und der Gerichte zu einer Zusammenarbeit in diesem Bereich bereit sei. Die IFPI sei aber darauf vorbereitet, ihre Kampagnen gegen die Onlinepiraterie bis zum Ende durchzuziehen.