Die IFPI-Jahresbilanz zum Download als pdf-Dokument
Die Tonträgerbranche setzte nach Angaben der IFPI im Jahr 2001 weltweit mit 3,2 Milliarden verkauften Tonträgern insgesamt 33,7 Milliarden Dollar um. Von den Rückgängen war das Singles-Format mit einem Stückzahlenminus von 16,1 Prozent am stärksten betroffen. Bei CD-Alben lag das Minus bei 5,1 Prozent. Der deutsche Markt rangiert trotz massiver Verluste mit einem Anteil von 6,3 Prozent am Weltumsatz an vierter Stelle, hinter den USA (39,8 Prozent), Japan (15,6 Prozent) und Großbritannien (8,3 Prozent).
IFPI-Chairman Jay Berman machte illegale CD-Kopien für das Minus in Deutschland verantwortlich: 38 Prozent aller gebrannten CD-Rs gingen auf Downloads zurück, rund zwei Drittel aller Nutzer von Brennern griffen außerdem auf geliehene Originale zurück. Berman nannte dies eine „Serienkiller-Anwendung“. Dennoch fand er einen Hoffnungsschimmer: „In 2001 haben mehr Menschen mehr Musik auf unterschiedlichere Arten konsumiert als je zuvor; das Problem ist nur, sie dafür zum Bezahlen zu bewegen.“
Unter anderem sollen Kopierschutztechniken den Trend umkehren, wie Universal-Chef Jorgen Larsen betonte: „Universal verkaufte im vergangenen Jahr in Europa zwei Millionen kopiergeschützte CDs und erhielt nur 200 Beschwerden. 60 Prozent davon bezogen sich darauf, dass sich die CD nicht kopieren ließ, worüber ich mich sehr freue.“ Aber inzwischen sei die Zahl der eingehenden Beschwerden rückläufig.






